Amt für Gemeindedienst in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Herzlich Willkommen im Amt für Gemeindedienst!

Sie planen ein Kirchenvorstandswochenende und wollen dabei begleitet werden? Sie überlegen, wie Sie auf dem Campingplatz in Ihrem Gemeindegebiet aktiv werden können? Sie wollen Ehrenamtliche in Ihre Aufgaben gut einführen? Sie werden den Kindergottesdienst neu gestalten? ...

Wir sind für Sie da! Wir verstehen uns als Dienstleistungseinrichtung für Gemeinden, Regionen und Dekanatsbezirke. 

Wir unterstützen Sie durch Beratung, Fortbildung und Materialien. Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam Ideen, die für Sie und Ihre Situation „passen“.

Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine Mail

LernWerkstatt erlebt - mit Leichtigkeit und Profil

Ehrenamtliche und Hauptberufliche aus Kirchengemeinden, Einrichtungen und sogar aus der Evang. Kirche in Baden trafen sich für zwei Tage im „Familienhaus – Haus für alle Generationen“ der Christuskirche in Straubing.

Das experimentelle Setting und die Atmosphäre des Familienhauses führten dazu, dass Referent*innen, Teilnehmer*innen und Vertreter*innen der Kirchenleitung – zusammen mit Gästen und Mitarbeitenden des Familienhauses – einen spannenden, gemeinsamen Lern- und Erkundungsweg gehen konnten.

Die Teilnehmer*innen staunten über die offene Atmosphäre und die Fröhlichkeit im Familienhaus, über das Engagement der Ehrenamtlichen und über die zugewandten Begegnungen zwischen Kinder der Kita, Senioren und Familien im Café. Zu den regelmäßigen Gästen gehört übrigens auch die städtische Quartiersmanagerin. Pfarrer Hasso von Winning als Geschäftsführer und Birgit Fauser als Leiterin des Begegnungscafés, stellten das Konzept des Familienhauses als Antwort der Kirchengemeinde auf die Lebensumstände der Familien und Senioren im Stadtteil vor.

Dr. Ralph Kötter beschrieb die theologische Dimension, die hinter dem Auftrag an die Kirchengemeinden steht. So ging er der Frage nach, was Gott selbst auszeichne in Bezug auf seine Schöpfung und den Menschen. Es ist ein Gott, der den Menschen ansieht und Beziehung anbietet. Aktivitäten von Kirchengemeinden im Sozialraum könnten sich daran orientieren und sich fragen: Erleben Menschen bei uns, dass sie wahrgenommen und angesehen sind? Spüren Menschen Resonanz im Kontakt, erleben sie Selbstwirksamkeit und füllen den Raum mit den eigenen, intrinsischen Interessen, zitiert Kötter Dr. Hartmut Roser.

Diakon Peter Dienst machte in seinem Beitrag deutlich, dass es „den“ Sozialraum nicht gibt. Die „gesetzten“ Rahmenbedingungen wie Gebäude, Industrie, Verkehrswege oder Parks werden von den Menschen adaptiert und interpretiert. Dienst verglich den Sozialraum mit einem Bühnenstück, bei dem unterschiedlichste Akteure von der Stadtplanung bis zum Obdachlosen zusammen wirken. Wer eine aktive Rolle einnehmen will, sollte sich erkundigen, um welche Bühne und um welches Stück es sich handelt, was die eigene Rolle und Beteiligung sein könnte und welche Wirkungen zu erwarten sind. Diakon Dienst ermutigte, Möglichkeiten zum Handeln auszuloten: Schließlich hat die Kirche mehr Filialen als Aldi und Lidl.

Für Betty Mehrer, Mitglied der Landessynode und Gemeinderätin der Gemeinde Weyarn ist es wichtig, den Sozialraum von Bürgerbewegungen gestalten zu lassen. Sie zeigte in ihrem Beitrag konkret, wie eine Kommune Menschen unterstützten kann, die Verantwortung für den Ort und das Miteinander selbst in die Hand zu nehmen. Dadurch steige die Lebenszufriedenheit der Menschen enorm.

In einer Diskussionsrunde mit Kirchenrat Reiner Schübel und Kirchenrätin Andrea Heußner zeigte sich, dass für alle Beteiligten die Sozialraumorientierung von Kirche und Diakonie eine notwendige und wünschenswerte Entwicklung für die Kirche vor Ort ist. Dafür braucht es feine Wahrnehmungsantennen für Wertschätzung, Inklusion und Exklusion, für die Spannung zwischen Fürsorge und Empowerment und den Mut, auf den Wandel zu reagieren. Es wurde auch deutlich, dass diese Grundhaltung auch für die innerkirchlichen Akteure gilt. Zuständigkeiten, Beiträge und „Gaben“ von Kirchenleitung, Diakonie und Basis sollten genauso achtsam abgestimmt werden wie vor Ort die Zuständigkeiten von Kommune, Bürgerbewegung und anderen Akteuren.

Christine Falk und Martina Jakubek sind sich einig, dass in vielen Kirchengemeinden und Einrichtungen der Boden bereits für „sozialräumliches Denken und Handeln“ bereitet ist. Die LernWerkstatt ermutigte zum Forschen und Fragen, wie an konkreten Orten, konkrete soziale Begegnungen ermöglicht werden können. In diesem Sinne: Geht hinaus auf die Straßen und Plätze!

Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten. (Lk 9, 24)

 

Die nächste Veranstaltung ist schon geplant. Hier können Sie sich den Flyer "Alltagspraktische Tools der Sozialraumorientierung" herunterladen. Termin: Mittwoch 26. September 2018 oder sich gleich anmelden

messy church - Workshop bei ELKB-Synode

Bei messy church und Wuselkirche geht es um eine Suchbewegung.

Wie können wir Familien in ihrer speziellen Situation ansprechen? Welche Zeiten, Orte, Formen passen da? Letztlich geht es darum, die Botschaft Jesu in die Wirklichkeit von familiären Situationen zu transportieren.

Susanne Haeßler, Gottesdienste mit Kindern und Landesverband für evangelische Kindergottesdienstarbeit, führte in den Hintergrund von messy church ein.

Thilo Walz von der Projektstelle "Neue Ausdrucksformen von Kirche" hat die Tohuwabohu-Kirche in Nürnberg mitentwickelt.

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weiter gehen. missionarisch Kirche sein

Ehrenamtspreis der ELKB 2018

Kirche sein heißt über sich und die eigene Komfortzone hinausgehen. Sich auf den Weg machen. Auf andere zugehen. Offen dafür sein, wie vielfältig andere Menschen heute ticken. Und entdecken, was Gott ihnen zu sagen hat.

Der Fachbeirat Ehrenamt schreibt zum neunten Mal den Ehrenamtspreis der Evang.-Luth. Kirche in Bayern aus, um vorbildliche ehrenamtliche Projekte zu fördern.

 

Weitere Informationen

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Kontakt

Amt für Gemeindedienst
Sperberstraße 70
90461 Nürnberg
Telefon 0911 4316-0
Telefax 0911 4316-222

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